Beim Bürgertreff des Bürgervereins Jobst-Erlenstegen am Mittwoch, den 29. April, konnte der Verein rund 22 Teilnehmer begrüßen. Der Vereinsraum war bis auf den letzten Platz gefüllt, was das große Interesse an den aktuellen Themen im Stadtteil unterstrich.
Ein Schwerpunkt lag auf der geplanten Seniorenwohnanlage am Platnersberg. Da es hierzu weiterhin keine neuen Informationen gibt, wurde in der Runde insbesondere die mangelnde Kommunikation kritisiert. Viele Teilnehmer äußerten die Sorge, am Ende vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, ohne ausreichend in die Planungen einbezogen zu sein.
Auch das Kromwell-Gelände war Thema: Die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen, wobei die angebotenen Kaufpreise von bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter auf Verwunderung stießen. Es wurde die Frage aufgeworfen, für wen Wohnraum in dieser Preisklasse überhaupt gedacht ist.
Intensiv diskutiert wurden zudem die geplanten Maßnahmen zum Radwegeausbau, insbesondere am Thumenberger Weg und der Eichendorffstraße. Zwar wird die Verbesserung der Infrastruktur grundsätzlich begrüßt, jedoch wurde der damit verbundene Wegfall von Parkplätzen kritisch gesehen.
Weitere Themen waren die Unterführung am Thumenberger Weg, der aktuelle Planungsstand beim Projekt „Monopol491“ (mit Parkhaus statt Hochhaus und Baubeginn voraussichtlich 2027), Waldarbeiten im umliegenden Gebiet sowie die Fernwärmeversorgung, die derzeit als unwahrscheinlich gilt.
Positiv hervorgehoben wurde der Mängelmelder der Stadt Nürnberg, über den Anliegen zuverlässig bearbeitet werden. Abschließend wurden kommende Veranstaltungen des Bürgervereins vorgestellt sowie Herausforderungen bei der Verteilung des „Blauen Hefts“ angesprochen.


