Der Philosophenweg, Einweihung am 28. Juli 2004
Nürnberg hat nun auch endlich einen Philosophenweg – und dies nicht irgendwo, nein, in unserem Vereinsgebiet!
Wo? Beginn: Hardenbergstraße oberhalb der Schleiermacherstraße Strecke: ca. 300m auf der Höhe des Rechenbergs bis Regiomontanusweg (kurz vor Sternwarte)
Warum hier? Der deutsche Philosoph Ludwig Feuerbach wohnte die letzten 12 Jahre seines Lebens am Fuße des Rechenbergs. Sein 200. Geburtstag am 28. Juli wurde von der Stadt genutzt, um u.a. hier auf dem Rechenberg einen Philosophenweg einzurichten. Ein Kenotaph und eine Gedenktafel waren bereits vorhanden.
Wie? Straßenschilder weisen den Weg von beiden Seiten. Gesäumt wird der Weg von 3 Stelen (hier Betonblöcken), auf denen jeweils ein Leitspruch Feuerbachs zu lesen ist und zum Denken anregt. Am Hang unterhalb der nun erweiterten Gedenktafel befindet sich der Dialogstein mit der Eingravierung ICH und DU. Dieser Dialogstein – eine Betonplatte in der Größe 120x60 cm – , auf einer Idee des Bürgervereins basierend, soll einladen, auf ihm stehend mit sich selbst, mit Gott und/oder der Welt ins Gespräch zu kommen, in einen Dialog zu treten. Man kann ihn aber auch einfach zum Meditieren und/oder Sichwohlfühlen nutzen. Probieren Sie's einmal aus! Die Idylle des ehemaligen sog. Philosophenwegs im Schatten der alten Buchenhecken-Allee trägt ihren Part dazu bei.
Annette Gröschner
 


Der Dialogstein im Philosophenweg im Oktober 2007
Hoch droben auf dem Rechenberg steht unser Ludwig-Feuerbach-Denkmal, der Kenotaph (das leere Grabmal). Geht man von hier hinunter zur Hardenbergstraße, bewegt man sich auf dem Philosophenweg, 2004 angelegt und eingeweiht mit ideeller und materieller Unterstützung des Bürgervereins.
Auf halber Höhe liegt östlich des Weges inmitten der historischen Buchenhecke „unser“ Dialogstein, eine wahrgewordene Idee des Bürgervereins. Sie haben ihn noch nie wahrgenommen? Kein Wunder! Er versteckte sich bisher idyllisch in dieser kleinen Buchenallee, kein Weg führte zu ihm, kein Schild wies ihn aus. Doch im September nun hat man bei der Stadt unser Flehen (teilweise) erhört und unseren Dialogstein mit einem gepflasterten Pfad eingebunden in den Philosophenweg. Er erinnert im Aussehen etwas an einen Grabstein, doch in Wirklichkeit ist er eben ein Dialogstein, soll einladen zum Dialog mit sich selber und/oder mit anderen. Darauf weist die Gravur ICH und DU hin.
Kommen Sie, verweilen Sie hier, und werden Sie ruhig auch ein klein wenig zum Philosophen, indem Sie sich auf den Dialogstein stellen, allein oder zu zweit, auf ICH oder/und DU, nehmen Sie Kontakt miteinander auf, fühlen Sie das „Zwischen“, das entsteht, und lassen Sie sich ein auf das, was mit Ihnen geschieht, was Sie denken! Miteinander, DU und ICH, Dialog, Zwischen: Philosophie für jeden, inmitten der Rechenberg-Idylle – vielleicht freundlich beobachtet vom großen Philosophen Ludwig Feuerbach. Probieren Sie's aus!
Annette Gröschner


Ein Baum für ein Menschenrecht, Einweihung am 31.10.2008
„Bäume für die Menschenrechte“ ist eine gemeinsame Aktion des Amtes für Kultur und Freizeit und des Gartenbauamts. Die 30 Artikel der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ von 1948 sollen mit dem Projekt „Bäume für Menschenrechte“ in der ganzen Stadt Wurzeln schlagen.
Wir, der BV J-E, sind nun einer von vielen Paten, die sich einen Menschenrechtsartikel ausgesucht haben, für den der gepflanzte Ginkgo steht. Es ist der Artikel 18: Anspruch auf Gedanken, - Gewissens- und Religionsfreiheit. Dieser Artikel entspricht unserer Satzung und paßt ausgezeichnet zum Philosophenweg hier auf dem Rechenberg. Deshalb wählten wir diesen Standort.
  
Mit einem kleinen, aber feinen Fest feierten wir die Pflanzung des Baumes für die Menschenrechte: Begrüßung durch Annette Gröschner und Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner, Saxophon-Musik mit den 6phones, Ballonsteigen mit folgender Idee: Die grünen Hoffnungsballons sollen alle 30 Menschenrechte in die Luft tragen, damit diese nicht nur verwurzelt werden, sondern ihr Geist schützend über allen Menschen schwebt.
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